Vor elf Jahren war ich durchs Gröbste durch, vor über 8 Jahren erschien dann das E-Book. Viel Aufregendes ist seither geschehen. Und inzwischen kannst Du MEIN KREBS HEISST LEBEN auch im Taschenbuchformat lesen. Sowohl in Deiner Buchhandlung bestellbar (in Baden-Baden hat es die Buchhandlung Straß sogar vorrätig) , als auch im Web und auch bei mir. In diesem Blog berichte ich seit einigen Jahren übers Leben. Allgemein und mit (bzw ohne) Krebs. Schön, dass Du da bist!
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Samstag, 31. August 2019
Bad Hair Day?
Ich kenne das. Die Haare sehen komisch aus. Man probiert neues Shampoo oder irgendwelche Pflege aus und dennoch.. Bad Hair Day. Traurig deshalb? No way! Ich liebe mein Haar - ich mochte aber auch die Glatze. Ist im Sommer echt praktisch gewesen. Zum Herbst hin wurde es etwas kühl auf dem Kopp. Aber ich sage Dir: Die Haare wachsen danach wie Unkraut :D Ich liebe Bad Hair Days!
Mittwoch, 3. Februar 2016
STEFFEN VERLAG: Unser Leben mit Krebs (Buchtipp)
Ich muss mich zuallererst beim Steffen Verlag entschuldigen: Ich habe das Buch nun schon ein halbes Jahr und immer wieder darin begeistert und berührt gelesen und lange keine Worte gefunden, es für Euch mal zusammenzufassen.
Nicht immer braucht es viele Worte, doch dieser Band ist ein Kleinod, eine absolute Hilfe für Betroffene und Angehörige, aber auch Lesebuch oder Lebensbuch für Interessierte.
So etwas hätte ich damals gerne gehabt, als ich krank wurde.
36 ganz unterschiedliche Personen berichten hier via Interview und Zitaten von ihrer ganz eigenen Krebsgeschichte. Herausgeber ist das Institut für Sozialforschung und berufliche Weiterbildung Neustrelitz. Im hinteren Bereich des Buches werden sowohl Fotograf als auch Autorinnen und Sponsorin vorgestellt und damit auch ganz persönlich ihre Erlebnisse, den Zusammenhang mit Krebs vorgestellt.
Die Schwarzweißfotografien lassen uns in Wohnzimmer schauen, in Gesichter, die vom Leben erzählen, aber auch vom Schmerz und vom Heilen.
Handgeschriebene eigene Zitate der 36 Menschen runden das Ganze ab. Es ist sicherlich ein Buch, das man nicht "in einem Rutsch" durchlesen kann, schon gar nicht wenn man seine eigene Geschichte so nah fühlt, egal wie lange sie vorbei ist.
Aber man kann aus allem die Hoffnung mitnehmen, dass man überlebt, das Wissen, dass man intensiver leben lernt und das Gefühl von Glück, wenn eine Behandlung endlich vorbei ist. Beispielsweise Christine, die sagt:
"38-mal das Klicken der Türen,
38-mal das Summen der Geräte,
38-mal lautlose Strahlen, die die Kraft aus meinem Körper zogen...."
und sofort habe auch ich Bilder und Geräusche wieder im Kopf. Dennoch oder gerade deshalb sagt sie "carpe diem" und jeder Krebsi weiß was sie meint. Denn auch wenn wir Tage, Wochen in der Klinik verbrachten, so zählte doch immer jeder einzelne Moment. Und Zeit, die sich wie Kaugummi zieht ist gleichzeitig ganz schnell vorüber und man ist überrascht. All diese gegensätzlichen Gefühle und Erfahrungen beschreibt dieses Buch.
Ich beantworte Euch nun auch die Fragen, die die Interviewer stellten (und die ich zum Teil auch aus der Hodgkin-Forschung mit ihren Fragebögen kenne) - allerdings viel kürzer als in den 36 Berichten und mit dem herzlichen Tipp, Euch das Buch zuzulegen.
Wie hat die Diagnose Krebs Ihr Leben und das Ihrer Familie verändert?
Zunächst wurde ich glücklicher und dankbarer für das Leben. Dann jedoch, als der Alltag kam, regte ich mich auch wieder über kleine Dinge auf und das ärgerte mich. Einmal im Jahr - bei der Nachsorge - werde ich dann daran erinnert, wie kostbar Leben ist. Und bin wieder dankbar. Ich tue mehr für mich. Das muss mein Umfeld akzeptieren, sonst hat da schnell jemand keinen Platz mehr.
Was hat sie getragen? Wo fanden Sie Unterstützung?
Natürlich meine beiden Ärzte, der Onkologe und meine Hausärztin. Ihnen durfte ich immer alle Fragen stellen und das waren nicht wenige und immer hatten sie Zeit für mich. Aber vor allem meine damalige Partnerschaft. Es hat nie vorher jemand so viel für mich getan und ich lernte dadurch es zuzulassen - auch jetzt danach fällt es mir dadurch leichter Hilfe anzunehmen.
Was war und ist Ihre größte Herausforderung im Umgang mit der Krankheit?
Das Wartezimmer. Damals wie heute Ohren auf Durchzug - denn mich interessiert es nicht wer die meisten Tumore oder den schlimmsten Krebs hat. Mich zieht es zu Menschen, die nach vorne blicken und fast trotzig sagen "na und? Ich schaffe das!"
Was möchten Sie anderen Betroffenen und ihren Familien sagen?
Sprecht miteinander. Und wo Worte zuviel sind, haltet einander. Das gilt für fast alles im Leben.
Jess.
Nicht immer braucht es viele Worte, doch dieser Band ist ein Kleinod, eine absolute Hilfe für Betroffene und Angehörige, aber auch Lesebuch oder Lebensbuch für Interessierte.
So etwas hätte ich damals gerne gehabt, als ich krank wurde.
36 ganz unterschiedliche Personen berichten hier via Interview und Zitaten von ihrer ganz eigenen Krebsgeschichte. Herausgeber ist das Institut für Sozialforschung und berufliche Weiterbildung Neustrelitz. Im hinteren Bereich des Buches werden sowohl Fotograf als auch Autorinnen und Sponsorin vorgestellt und damit auch ganz persönlich ihre Erlebnisse, den Zusammenhang mit Krebs vorgestellt.
Die Schwarzweißfotografien lassen uns in Wohnzimmer schauen, in Gesichter, die vom Leben erzählen, aber auch vom Schmerz und vom Heilen.
Handgeschriebene eigene Zitate der 36 Menschen runden das Ganze ab. Es ist sicherlich ein Buch, das man nicht "in einem Rutsch" durchlesen kann, schon gar nicht wenn man seine eigene Geschichte so nah fühlt, egal wie lange sie vorbei ist.
Aber man kann aus allem die Hoffnung mitnehmen, dass man überlebt, das Wissen, dass man intensiver leben lernt und das Gefühl von Glück, wenn eine Behandlung endlich vorbei ist. Beispielsweise Christine, die sagt:
"38-mal das Klicken der Türen,
38-mal das Summen der Geräte,
38-mal lautlose Strahlen, die die Kraft aus meinem Körper zogen...."
und sofort habe auch ich Bilder und Geräusche wieder im Kopf. Dennoch oder gerade deshalb sagt sie "carpe diem" und jeder Krebsi weiß was sie meint. Denn auch wenn wir Tage, Wochen in der Klinik verbrachten, so zählte doch immer jeder einzelne Moment. Und Zeit, die sich wie Kaugummi zieht ist gleichzeitig ganz schnell vorüber und man ist überrascht. All diese gegensätzlichen Gefühle und Erfahrungen beschreibt dieses Buch.
Ich beantworte Euch nun auch die Fragen, die die Interviewer stellten (und die ich zum Teil auch aus der Hodgkin-Forschung mit ihren Fragebögen kenne) - allerdings viel kürzer als in den 36 Berichten und mit dem herzlichen Tipp, Euch das Buch zuzulegen.
Wie hat die Diagnose Krebs Ihr Leben und das Ihrer Familie verändert?
Zunächst wurde ich glücklicher und dankbarer für das Leben. Dann jedoch, als der Alltag kam, regte ich mich auch wieder über kleine Dinge auf und das ärgerte mich. Einmal im Jahr - bei der Nachsorge - werde ich dann daran erinnert, wie kostbar Leben ist. Und bin wieder dankbar. Ich tue mehr für mich. Das muss mein Umfeld akzeptieren, sonst hat da schnell jemand keinen Platz mehr.
Was hat sie getragen? Wo fanden Sie Unterstützung?
Natürlich meine beiden Ärzte, der Onkologe und meine Hausärztin. Ihnen durfte ich immer alle Fragen stellen und das waren nicht wenige und immer hatten sie Zeit für mich. Aber vor allem meine damalige Partnerschaft. Es hat nie vorher jemand so viel für mich getan und ich lernte dadurch es zuzulassen - auch jetzt danach fällt es mir dadurch leichter Hilfe anzunehmen.
Was war und ist Ihre größte Herausforderung im Umgang mit der Krankheit?
Das Wartezimmer. Damals wie heute Ohren auf Durchzug - denn mich interessiert es nicht wer die meisten Tumore oder den schlimmsten Krebs hat. Mich zieht es zu Menschen, die nach vorne blicken und fast trotzig sagen "na und? Ich schaffe das!"
Was möchten Sie anderen Betroffenen und ihren Familien sagen?
Sprecht miteinander. Und wo Worte zuviel sind, haltet einander. Das gilt für fast alles im Leben.
Jess.
Dienstag, 24. November 2015
Mittwoch, 18. Mai 2011
Das Bild zum Buch 1: "Mein Knochenmark sieht aus wie ein Düngestäbchen!"
In der Reihe "Das Bild zum Buch" gibt es ab heute regelmäßig, quasi zum Weiterlesen und Weitergucken, Fotos aus der Krebszeit. Im Buch erzähle ich Euch relativ am Anfang, wie Plüschlöwe Fridolin und ich eine Knochenmarkpunktion erleben und ich stelle fest: "Mein Knochenmark sieht aus wie ein Düngestäbchen!"
Und das isses! :o)
Samstag, 12. März 2011
Samstag, 19. Februar 2011
Hilfe - Diagnose Krebs
Heute springe ich mal ganz zurück zum Anfang. Was tun, wenn der Doc sagt "Sie haben Krebs!"? Bei mir war das irgendwie ganz einfach. Klar stand ich unter Schock und natürlich dachte ich, ich würde sterben - schnell aber kam von innen die Gewissheit, dass ich das schaffe. Ich bin dann von Anfang an recht offen damit umgegangen, kann aber auch jeden verstehen, der sagt, er behält das für sich. Ich habe drei tolle Ärzte gehabt und bin mir durchaus bewusst, dass das der absolute Luxus ist. Vertrauen zu können und alles fragen zu dürfen, verteilt auf drei Personen - das gibt´s selten. Auf jeden Fall kann ich Euch nur raten, egal, ob Krebs oder nicht, sucht Euch schon jetzt einen guten Hausarzt und macht da keine halben Sachen. Denn im Ernstfall kann der eine ganze Menge auffangen. Und erklären, wozu die Zeit in der Klinik vielleicht nicht reicht. Bei mir kam hinzu, dass ich die ganze Krebsbehandlung ambulant machen konnte. Fluch und Segen. Zum einen konnte ich in meinen 4 Wänden sein. Zum anderen gab es so manchen Nachmittag, an dem ich einen Rat oder medizinische "Beruhigung" gut hätte gebrauchen können. Dann braucht es eben Freunde oder andere nahe Menschen, mit denen man reden kann.
Auch geholfen haben die Broschüren der Deutschen Krebshilfe. Man kann sie bestellen oder downloaden. Ansonsten würde ich nicht viel im Internet lesen (haha, und wofür dann dieser Blog, Frau Gedöns??;O)), Vieles verwirrt hier nur.
Vergesst nie, auch wenn es hart ist, daran zu glauben, dass man es schafft, kann eine Menge bewirken. Dieses plattgeredete "Positive Denken" und ein gutes Gemüt können die Behandlung durchaus positiv beeinflussen. Ich bin mir sicher:
Auch DU SCHAFFST DAS!
Auch geholfen haben die Broschüren der Deutschen Krebshilfe. Man kann sie bestellen oder downloaden. Ansonsten würde ich nicht viel im Internet lesen (haha, und wofür dann dieser Blog, Frau Gedöns??;O)), Vieles verwirrt hier nur.
Vergesst nie, auch wenn es hart ist, daran zu glauben, dass man es schafft, kann eine Menge bewirken. Dieses plattgeredete "Positive Denken" und ein gutes Gemüt können die Behandlung durchaus positiv beeinflussen. Ich bin mir sicher:
Auch DU SCHAFFST DAS!
♥
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