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Donnerstag, 21. Juni 2018

Buchtipp: Julie Peters - Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg

Der Titel ist nicht Programm :D Denn dann wäre die Geschichte ja schnell erzählt. Es ist so schade, denn das Buch ist mehr als nur eine leichte Urlaubslektüre:
Frieke ist Journalistin und soll einen Ornithologen auf Spiekeroog interviewen, ihr letzter Auftrag, bevor sie mit ihrem Freund in die USA auswandert. Da es keine Zufälle gibt, lebt dort derzeit ihr kranker Vater, zu dem sie 30 Jahre keinen Kontakt hatte.
Ihre Unterkunft für diese Zeit befindet sich über einem kleinen Buchladen, der von einem Ehepaar - Ebba und Willem - geführt wird. Die Beiden möchten aber ihre baldige Rente genießen und denken, dass Frieke genau die Richtige für ihren Laden ist. Und der Ornithologe ist ein gutaussehender Mann. Genügend Gründe eigentlich, nicht in die USA zu gehen. Doch nachdem Frieke den Mann interviewt und fotografiert hat (hier finde ich besonders schön, wie übers Fotografieren gesprochen wird und Frieke Willems analoge Kamera benutzen darf, mehr kann ich aber nicht verraten :) nur soviel: Ich habe wieder richtig Lust bekommen meine digitale Canon Eos mal beiseite zu legen und die alte Canon Spiegelreflex zu benutzen - oder ein noch älteres Modell) folgt sie ihrem vorausgereisten Freund nach Amerika. Sie bauen dort eine Agentur auf und könnten happy sein - Kinder bekommen und bis an ihr Lebensende glücklich sein. Doch es ist ja kein Märchen, das uns Julie Peters hier auftischt sondern eine handfeste Familiengeschichte und es sind noch viele Dinge zu klären.
Frieke reist zusammen mit ihrem Freund noch einmal zurück nach Spiekeroog und trifft die neugewonnenen Freunde wieder. Ob es dann wirklich ihr wunderbarer Buchladen wird und wie die Insel auf sie wirkt, solltet Ihr unbedingt selber lesen, es ist Seite für Seite so ein wahnsinnig schönes Buch! Liebevoll zeichnet Autorin Julie Peters ihre Charaktere und Bilder vom Meer und der Insel, dass man sofort in Urlaub fahren möchte - oder alte Bilder von der Nordsee vor Augen hat.
W U N D E R V O L L!


Dienstag, 15. November 2016

Der Club der Roten Bänder berührt mit Staffel 2

Wer dachte, dass eine zweite Staffel der ersten nach dem Weltbestseller von Albert Espinosa nicht das Wasser reichen könne, hat sich getäuscht - auch ich. Ich liebe diese Serie und ich liebe es, die Geschichten weiter erleben zu dürfen. Hier die besten Zitate der ersten beiden Abende:











Mittwoch, 17. August 2016

LEA

Vor nicht allzu langer Zeit wurde ich von der LEA-Redaktion angesprochen, ob ich hier nicht mitmachen möchte - und ich wollte :D Heute frisch erschienen und mit mir erzählen noch zwei weitere Jessicas von ihrer Krebsgeschichte



Montag, 8. August 2016

Buchtipp zum Weltkatzentag: LASS DIE KATZE AUS DEM SACK

Dieses kleine Büchlein hat es in sich: Geschichten und Redewendungen sowie Sprichwörter, Neues und Altes - gesammelt in einem Band mit süßesten Illustrationen. Annette Beer und Claas Janssen haben hier mehr als nur ein Geschenkbuch erschaffen. Das im Steffen Verlag erschienene Goldstück beinhaltet Wissenswertes und Besonderes rund um unser liebstes Familienmitglied, die Katze. Das kann man sich auch sehr gut selbst schenken. Es eignet sich als Klobuch, mitreisendes Taschenbuch, neben dem Bett - wann immer man hineinblättert wird man glücklich :D Ich mag am liebsten das Kapitel "Katzenmusik". Sogar ganz hinten auf der Seite, die einfach nur ISBN, Erscheinungsdatum und solche Dinge aufzeigt, liegt ein kleines schlafendes Kätzchen - es ist ein zuckersüßes, lustiges und erstaunliches Buch!

Ich habe es gedreht damit Ihr Euch die Katze anguckt :D

Mittwoch, 3. Februar 2016

STEFFEN VERLAG: Unser Leben mit Krebs (Buchtipp)

Ich muss mich zuallererst beim Steffen Verlag entschuldigen: Ich habe das Buch nun schon ein halbes Jahr und immer wieder darin begeistert und berührt gelesen und lange keine Worte gefunden, es für Euch mal zusammenzufassen.
Nicht immer braucht es viele Worte, doch dieser Band ist ein Kleinod, eine absolute Hilfe für Betroffene und Angehörige, aber auch Lesebuch oder Lebensbuch für Interessierte.
So etwas hätte ich damals gerne gehabt, als ich krank wurde.

36 ganz unterschiedliche Personen berichten hier via Interview und Zitaten von ihrer ganz eigenen Krebsgeschichte. Herausgeber ist das Institut für Sozialforschung und berufliche Weiterbildung Neustrelitz. Im hinteren Bereich des Buches werden sowohl Fotograf als auch Autorinnen und Sponsorin vorgestellt und damit auch ganz persönlich ihre Erlebnisse, den Zusammenhang mit Krebs vorgestellt.
Die Schwarzweißfotografien lassen uns in Wohnzimmer schauen, in Gesichter, die vom Leben erzählen, aber auch vom Schmerz und vom Heilen.
Handgeschriebene eigene Zitate der 36 Menschen runden das Ganze ab. Es ist sicherlich ein Buch, das man nicht "in einem Rutsch" durchlesen kann, schon gar nicht wenn man seine eigene Geschichte so nah fühlt, egal wie lange sie vorbei ist.

Aber man kann aus allem die Hoffnung mitnehmen, dass man überlebt, das Wissen, dass man intensiver leben lernt und das Gefühl von Glück, wenn eine Behandlung endlich vorbei ist. Beispielsweise Christine, die sagt:
"38-mal das Klicken der Türen,
38-mal das Summen der Geräte,
38-mal lautlose Strahlen, die die Kraft aus meinem Körper zogen...."
und sofort habe auch ich Bilder und Geräusche wieder im Kopf. Dennoch oder gerade deshalb sagt sie "carpe diem" und jeder Krebsi weiß was sie meint. Denn auch wenn wir Tage, Wochen in der Klinik verbrachten, so zählte doch immer jeder einzelne Moment. Und Zeit, die sich wie Kaugummi zieht ist gleichzeitig ganz schnell vorüber und man ist überrascht. All diese gegensätzlichen Gefühle und Erfahrungen beschreibt dieses Buch.

Ich beantworte Euch nun auch die Fragen, die die Interviewer stellten (und die ich zum Teil auch aus der Hodgkin-Forschung mit ihren Fragebögen kenne) - allerdings viel kürzer als in den 36 Berichten und mit dem herzlichen Tipp, Euch das Buch zuzulegen.

Wie hat die Diagnose Krebs Ihr Leben und das Ihrer Familie verändert?
Zunächst wurde ich glücklicher und dankbarer für das Leben. Dann jedoch, als der Alltag kam, regte ich mich auch wieder über kleine Dinge auf und das ärgerte mich. Einmal im Jahr - bei der Nachsorge - werde ich dann daran erinnert, wie kostbar Leben ist. Und bin wieder dankbar. Ich tue mehr für mich. Das muss mein Umfeld akzeptieren, sonst hat da schnell jemand keinen Platz mehr.

Was hat sie getragen? Wo fanden Sie Unterstützung?
Natürlich meine beiden Ärzte, der Onkologe und meine Hausärztin. Ihnen durfte ich immer alle Fragen stellen und das waren nicht wenige und immer hatten sie Zeit für mich. Aber vor allem meine damalige Partnerschaft. Es hat nie vorher jemand so viel für mich getan und ich lernte dadurch es zuzulassen - auch jetzt danach fällt es mir dadurch leichter Hilfe anzunehmen.

Was war und ist Ihre größte Herausforderung im Umgang mit der Krankheit?
Das Wartezimmer. Damals wie heute Ohren auf Durchzug - denn mich interessiert es nicht wer die meisten Tumore oder den schlimmsten Krebs hat. Mich zieht es zu Menschen, die nach vorne blicken und fast trotzig sagen "na und? Ich schaffe das!"

Was möchten Sie anderen Betroffenen und ihren Familien sagen?
Sprecht miteinander. Und wo Worte zuviel sind, haltet einander. Das gilt für fast alles im Leben.

Jess.


http://steffen-verlag.de/sachbuch/1097/unser-leben-mit-krebs-36-selbstauskuenfte-die-mut-machen



Sonntag, 22. November 2015

Buchtipp: Sabine Kornbichler - Das böse Kind

Wenn ich ein Buch von Sabine Kornbichler aufschlage, erwarten mich viele viele Seiten Spannung, Psychologie, alte Bekannte und neue, verwobene, ausgeklügelte Fälle. Die wichtigste alte Bekannte sollte eigentlich Kristina Mahlo sein, Nachlassverwalterin mit dem besten Zuhause, das man sich nur denken kann. Aber meine Lieblingsfigur ist ihre Mitarbeiterin Funda, nicht nur wegen Baklava und einem großen Herz.
Im dritten Band der Mahlo-Reihe bekommen wir wieder eine Ahnung davon, was Eltern falsch machen können. Aber auch, wie wenig manche Kinder sich beim Erwachsenwerden aus ihrer Geschichte mit eigener Kraft herauswinden und zu guten normalen Mitbürgern werden. Oder eben doch.
Sabine Kornbichler erzählt wie gewohnt spannend und bildhaft, sodass nicht nur die Figuren sofort präsent sind, sondern auch die Umgebung wird derart plastisch porträtiert, dass man sich am Ende so fühlt, als sei man selbst dort gewesen.
Jedes der drei Mahlo-Bücher ist für sich eine abgeschlossene Geschichte und nach einem Jahr habe ich Dies und Das vergessen, aber auch hier wird der Erinnerung auf die Sprünge geholfen ohne, dass es langweilt - aber vermutlich doch gründlich genug, dass ein neuer Leser alles versteht.
Wer letztendlich DAS BÖSE KIND ist und weshalb Kristina Mahlo mit ihrem turbulenten Privatleben und schlaflosen Kakao-Morgen dennoch mehr arbeitet als andere, die mit Herzblut ihrem Beruf nachgehen, verrate ich Euch nicht :D Frankreich und ein neuer Mann spielen ebenso eine Rolle wie ihre herzerwärmenden Eltern.
Als Nachlassverwalterin soll sie diesmal ein WG-Zimmer auflösen und einen entfernten Verwandten finden und gerät mehr und mehr in einen schon Jahre zurückliegenden anderen Fall, den sie abgeschlossen glaubte. Nur ihrer Aufmerksamkeit ist es zu verdanken, dass hier überhaupt eine Verbindung hergestellt werden kann. Dass sie dadurch jedoch wieder ins Fadenkreuz eines Täters gerät und sich erneut in Gefahr begibt, ist nur ein Teil der Geschichte, die zu lesen sich sehr lohnt.
"Kriminialroman" sollte Euch nicht abschrecken, im Gegenteil :) Hier noch ein Bildchen für Euch, ich konnte nicht anders, das Playmobilteufelchen benutze ich so selten auf Fotos :)

CLUB DER ROTEN BÄNDER - Folge 3+4

Mir haben die beiden Folgen so gut gefallen, dass ich heute nochmal in die Wiederholung reingeschaut habe. So oft habe ich sonntags nämlich nicht frei und es gibt ja nur 8 Folgen, da muss man genießen was kommt :) In meinem Buch erzähle ich Euch von einem Wochenende, an dem ich zum Blutabnehmen am Ohr in den Keller der Klinik muss - weil meine Leukozyten damals so niedrig waren, zu niedrig für die Chemotherapie. Der Gang zum Keller sah genau so aus wie in der Serie zum Chemoraum dargestellt. Schon krass. Diese ganze Produktion ist so dermaßen nah am Leben dran - ich bin nach wie vor begeistert.
Hier die Zitate, die mir wichtig erscheinen, aus Folge 3+4:








Montag, 16. November 2015

Und am Ende kann ich es kaum erwarten, nach Hause zu kommen

Ich hatte Euch das Ende meines 30-Tage-Projektes ja gar nicht erzählt :) Nachdem ich heute Daten auf ein neues Smartphone übertragen habe und die Notiz fand, muss ich das jetzt unbedingt tun :)))
Bei meiner Omi gibt´s nämlich ein neues Outlet-Center. Morgens, wenn ich dort ankomme, ist es noch nicht geöffnet, aber das tolle PANO, ein Cafe, ähnlich wie ARAN, mit Brot, süßem Gebäck, Tee und natürlich Kaffee. Meiner besten Freundin Franzi habe ich dort ein Buch gekauft, eine kleine Auswahl an Büchern und anderen Dingen haben sie dort. Auch Schokolade. Wundervolle Schokolade mit kandierten Minzblättern. Ich kenne diese Art Schokolade und nahm sie dann auf einer der letzten Touren mit. Beim Auspacken denke ich noch "die sieht ja aus wie die Rosenschokolade vom Cafe König" - unserem Cafe König in Baden-Baden. Ich sehe die innere Verpackung und denke "Ach, die haben sogar dieselben Farben..." Haha, was soll ich sagen? Ich habe ernsthaft 250km fahren müssen um im PANO eine umetikettierte Cafe König Schokolade zu kaufen :)))
Meine beste Freundin Franzi meint dazu: "Reisen bildet und bringt gleichzeitig nix". Ja, wie weise. Ich bin gern zuhaus ;D

Dienstag, 10. November 2015

Neue Serie: Club der roten Bänder

WOW WOW WOW! Gestern Abend startete VOX mit der neuen Serie - und ich muss sagen: Hammer! Es ist grandios besetzt, die Geschichte sehr nah an der Buchvorlage und die Zitate bzw Hugo´s Aussagen darin einfach wahnsinnig. Gänsehaut pur und absolut empfehlenswert. Natürlich ist unsereiner eher an Glatzen gewöhnt und kennt auch den ein oder anderen Ernährungswitz, aber ich denke es kann jedem nur guttun, diese Serie zu schauen. Ob man nun als Angehöriger den Kranken besser verstehen lernt oder sich als Kranker verstanden fühlt - Betroffene sind hier wunderbar aufgehoben, auch wenn man vielleicht das ein oder andere (Lach-) Tränchen verdrücken muss. Auch Nichtbetroffenen kann es nicht schaden, sich auch die kommenden Folgen anzusehen. Hier sind Menschen mit ganzem Herzen am Werk und genau das spürt man.
Hier gehts zur offiziellen Facebookseite
und hier begleite ich die Serie
Hier die für mich herausragenden Zitate der ersten beiden Folgen, hab mal bissl was gebastelt: