Ich brauchte meine vier Wände und den Kontakt zu meinem "Freunde-Rudel". Also war das keine schwere Entscheidung: Die Bahnfahrt hätte die Krankenkasse nicht bezahlt (und an manchen Tagen wäre ich auch zu schwach dafür gewesen), also genehmigte sie Taxifahrten ins nächstgelegene Krankenhaus. Heute gibt es viele Praxen oder Kliniken, die ambulant die Chemotherapie verabreichen - und auch die Strahlentherapie durchführen. Manchmal wird es notwendig, dennoch ein paar Nächte in der Klinik zu bleiben - zum Beispiel, wenn Pflege zuhause nicht gewährleistet ist oder die Blutwerte sich so sehr verschlechtern, dass man beobachtet werden muss. Ich hatte das Glück, trotz schlechter Blutwerte zwar auch samstags und sonntags in die Klinik fahren zu müssen, aber die meiste Zeit zuhause verbringen zu dürfen. Auch wenn man an manchen Tagen keinen Besuch empfangen sollte oder nur mit Mundschutz Kontakt zu anderen Menschen hat, so sind die eigenen vier Wände doch der beste Ort, um gesund zu werden. An manchen Tagen habe ich es gehasst: Dann nämlich, wenn ich nicht mal runter zum Briefkasten gehen konnte. Doch dann war ich dankbar, wenn ich einfach auf meinem Sofa liegen konnte und schlafen wann ich wollte - und nicht durch Klinikalltag bestimmt zu sein. Meine Docs konnte ich anrufen, wenn ich mich schlecht fühlte und darum machte es mir auch keine Angst, nicht dauernd Pflegepersonal um mich zu haben. Mittlerweile kann fast jeder Krebs ambulant behandelt werden. Doch hört auch hier auf Euer Bauchgefühl - denn dass es Euch gut geht, das ist das Wichtigste.
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Samstag, 19. März 2011
Hilfe - ambulant oder stationär?
Als ich an Krebs erkrankte, hatte unser örtliches Krankenhaus noch keine Genehmigung zur ambulanten Chemotherapie-Behandlung. Das heisst, ich durfte entscheiden, ob ich mich dort stationär, also im Krankenhaus mit Zimmer, Mitpatienten und Bett, oder ambulant in einer anderen Stadt, mit Taxifahrten, behandeln lassen möchte.
Ich brauchte meine vier Wände und den Kontakt zu meinem "Freunde-Rudel". Also war das keine schwere Entscheidung: Die Bahnfahrt hätte die Krankenkasse nicht bezahlt (und an manchen Tagen wäre ich auch zu schwach dafür gewesen), also genehmigte sie Taxifahrten ins nächstgelegene Krankenhaus. Heute gibt es viele Praxen oder Kliniken, die ambulant die Chemotherapie verabreichen - und auch die Strahlentherapie durchführen. Manchmal wird es notwendig, dennoch ein paar Nächte in der Klinik zu bleiben - zum Beispiel, wenn Pflege zuhause nicht gewährleistet ist oder die Blutwerte sich so sehr verschlechtern, dass man beobachtet werden muss. Ich hatte das Glück, trotz schlechter Blutwerte zwar auch samstags und sonntags in die Klinik fahren zu müssen, aber die meiste Zeit zuhause verbringen zu dürfen. Auch wenn man an manchen Tagen keinen Besuch empfangen sollte oder nur mit Mundschutz Kontakt zu anderen Menschen hat, so sind die eigenen vier Wände doch der beste Ort, um gesund zu werden. An manchen Tagen habe ich es gehasst: Dann nämlich, wenn ich nicht mal runter zum Briefkasten gehen konnte. Doch dann war ich dankbar, wenn ich einfach auf meinem Sofa liegen konnte und schlafen wann ich wollte - und nicht durch Klinikalltag bestimmt zu sein. Meine Docs konnte ich anrufen, wenn ich mich schlecht fühlte und darum machte es mir auch keine Angst, nicht dauernd Pflegepersonal um mich zu haben. Mittlerweile kann fast jeder Krebs ambulant behandelt werden. Doch hört auch hier auf Euer Bauchgefühl - denn dass es Euch gut geht, das ist das Wichtigste.
Ich brauchte meine vier Wände und den Kontakt zu meinem "Freunde-Rudel". Also war das keine schwere Entscheidung: Die Bahnfahrt hätte die Krankenkasse nicht bezahlt (und an manchen Tagen wäre ich auch zu schwach dafür gewesen), also genehmigte sie Taxifahrten ins nächstgelegene Krankenhaus. Heute gibt es viele Praxen oder Kliniken, die ambulant die Chemotherapie verabreichen - und auch die Strahlentherapie durchführen. Manchmal wird es notwendig, dennoch ein paar Nächte in der Klinik zu bleiben - zum Beispiel, wenn Pflege zuhause nicht gewährleistet ist oder die Blutwerte sich so sehr verschlechtern, dass man beobachtet werden muss. Ich hatte das Glück, trotz schlechter Blutwerte zwar auch samstags und sonntags in die Klinik fahren zu müssen, aber die meiste Zeit zuhause verbringen zu dürfen. Auch wenn man an manchen Tagen keinen Besuch empfangen sollte oder nur mit Mundschutz Kontakt zu anderen Menschen hat, so sind die eigenen vier Wände doch der beste Ort, um gesund zu werden. An manchen Tagen habe ich es gehasst: Dann nämlich, wenn ich nicht mal runter zum Briefkasten gehen konnte. Doch dann war ich dankbar, wenn ich einfach auf meinem Sofa liegen konnte und schlafen wann ich wollte - und nicht durch Klinikalltag bestimmt zu sein. Meine Docs konnte ich anrufen, wenn ich mich schlecht fühlte und darum machte es mir auch keine Angst, nicht dauernd Pflegepersonal um mich zu haben. Mittlerweile kann fast jeder Krebs ambulant behandelt werden. Doch hört auch hier auf Euer Bauchgefühl - denn dass es Euch gut geht, das ist das Wichtigste.
Sonntag, 6. Februar 2011
Hilfe - was essen bei Bestrahlung?
Auch wenn man sie eigentlich nicht mehr sehen kann - das Beste ist immer noch die Schmelzflockensuppe. Aus irgendeinem Grund hatte ich irgendwann Süßes total über und ich kam mit Astronautennahrung und Pistazienmilchshakes nicht weiter. Wenn man, wie bei im Hals sitzendem Lymphdrüsenkrebs, auch genau dort bestrahlt wird, entzündet sich die Speiseröhre - und eben auch der Hals. Das klingt schlimmer als es ist. Denn genau so schnell, wie sie gekommen sind, verschwinden die Nebenwirkungen auch wieder. Und danach ist Essen ein Fest - man genießt schmeckt vor allem wieder - auch wenn das ein bisschen länger dauert, je nach Gewürz oder Süße. Während der Bestrahlungswochen fand ich Eis sehr angenehm, obwohl draußen grauester November war, oder eben eine dünne Suppe. Man darf nicht vergessen, dass man schon wegen der Chemo-Zeit nicht so viel zu essen braucht wie ein gesunder Mensch. Man hat viel weniger Hunger oder Appetit. Sich dennoch ausgewogen zu ernähren ist auf jedenfall mit der "Astronautennahrung" möglich, die man in der Klinik bekommt: Kleine Fläschchen, die wie Joghurtdrinks aussehen - und die es auch nur in "süß" gibt. Außerdem kann man vor jeder Mahlzeit eine vom Arzt verschriebene Flüssigkeit schlucken, die Hals und Speiseröhre auskleidet und leicht betäubt. Es wird einem so leicht wie möglich gemacht und wenn man bedenkt, dass man schon drei Wochen nach der Strahlentherapie wieder gut Gewürztes essen kann und nur vorsichtig sein muss bei harten Sachen oder richtig tollem indischen Essen, dann ist das alles halb so wild. Übrigens bekommt man durch die Bestrahlung längerfristig einen trockenen Mund - ich habe deshalb immer zuckerfreie Bonbons dabei.
♥
Hilfe - Hautpflege bei Bestrahlung
Ich habe so allerhand gehört. Entweder durfte man die Markierungen nicht abwaschen oder die betroffenen Hautstellen sollten nicht nass werden oder man sollte Seife und Deo weglassen.
Bei Morbus Hodgkin, auch unter Hodgkin Lymphom oder Lymphdrüsenkrebs bekannt, wird man zur Abheilung UND Vorbeugung bestrahlt. Bei mir waren es insgesamt drei Wochen direkte Bestrahlung und dann nochmal etwa 6 Wochen mit vorsichtigem Verhalten. Ich habe mit einem geruchsneutralen seifenfreien Duschgel aus dem Drogeriemarkt geduscht und die Haut trockengetupft, ohne sie an den bestrahlten Stellen einzucremen. Deo Roll-on habe ich ebenfalls benutzt, allerdings sehr sparsam. Die Haut wurde allgemein etwas trockener und war auch direkt an den Bestrahlungstagen etwas gerötet, da aber die Markierungen auf einer Maske vorgenommen wurden und nicht direkt auf meiner Haut, war das alles so in Ordnung. Ich empfehle hier außerdem die 053 Strahlentherapie-Broschüre der Deutschen Krebshilfe http://www.krebshilfe.de/blaue-ratgeber.html
Immer dran denken: Auch die Bestrahlung geht vorbei und dann darf man wieder Schokobodylotioncremen, was das Zeug hält!!!
Bei Morbus Hodgkin, auch unter Hodgkin Lymphom oder Lymphdrüsenkrebs bekannt, wird man zur Abheilung UND Vorbeugung bestrahlt. Bei mir waren es insgesamt drei Wochen direkte Bestrahlung und dann nochmal etwa 6 Wochen mit vorsichtigem Verhalten. Ich habe mit einem geruchsneutralen seifenfreien Duschgel aus dem Drogeriemarkt geduscht und die Haut trockengetupft, ohne sie an den bestrahlten Stellen einzucremen. Deo Roll-on habe ich ebenfalls benutzt, allerdings sehr sparsam. Die Haut wurde allgemein etwas trockener und war auch direkt an den Bestrahlungstagen etwas gerötet, da aber die Markierungen auf einer Maske vorgenommen wurden und nicht direkt auf meiner Haut, war das alles so in Ordnung. Ich empfehle hier außerdem die 053 Strahlentherapie-Broschüre der Deutschen Krebshilfe http://www.krebshilfe.de/blaue-ratgeber.html
Immer dran denken: Auch die Bestrahlung geht vorbei und dann darf man wieder Schokobodylotioncremen, was das Zeug hält!!!
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