Sonntag, 12. Juni 2011

Das Bild zum Buch 8: Spass haben ist Überleben
























Bei meiner ersten Lesung bin ich u.a. gefragt worden, ob ich die humorigen Sprüche während der Krebstherapie oder erst danach ins Buch geschrieben habe. Freunde sagten damals manchmal: "Jess, du bist unmöglich, aber schreib´ das bitte auf!" - bei allen Schmerzen und Erschöpfung habe ich auch unglaublich viel herumgekaspert.
Auf diesem Bild seht Ihr Frau Schess mit einer "Ingwerhand" - wir hatten in einer der Behandlungspausen eingekauft und da ich gerne mit Ingwer koche, ihn aber auch in heissem Wasser trinke, gleich eine Riesenwurzel.
Was lag näher, als mir eine neue Hand zu verpassen? ;o)

Ohne Spass und Quatsch und Humor hätte ich den Krebs nicht gepackt.

Dienstag, 7. Juni 2011

zitiert.

Lesung im Theater ist bereits ausverkauft

Jess Doenges liest am morgigen Mittwoch, 8. Juni, im Spiegelfoyer des Theaters Baden-Baden erstmals aus ihrem Buch „Mein Krebs heißt Leben“, in dem sie ihren Sieg über den Lymphdrüsenkrebs schildert.
Die Lesung ist bereits ausverkauft, teilt das Theater mit. Auf Grund des großen Interesses ist eine weitere Lesung am 25. September in Planung. Badische Neueste Nachrichten

Montag, 6. Juni 2011

Blick ins Buch: Melissa hat es auch geschafft!


Blick ins Buch: Melissa Etheridge & Joss Stone - Janis Joplin Tribute. Das ist der Auftritt, der mich damals so beeindruckt hat.. Jetzt haben es Melissa UND ich geschafft:O)

Sonntag, 5. Juni 2011

Das Bild zum Buch 7: Jess hatte auch Spass


Ja, ich hab schon ziemlich viele Fotos aus dieser Zeit. Man verändert sich - sein Inneres mit dem Äußeren. Um zu verkraften, dass man plötzlich keine Haare mehr hat, das Gesicht manchmal ganz verquollen aussieht und grau, dann aber auch wieder strahlend frisch, weil man endlich an Tag 11 oder in einer der Behandlungspausen angelangt ist, habe ich mich dauernd geknipst oder auch gefilmt. Die Veränderungen gehen so schnell, dass der Kopf manchmal nicht mitkommt. Schneller, als im richtigen Leben. Hier mal Ausschnitte aus ner kleinen Fotosession.

Freitag, 3. Juni 2011

Das Bild zum Buch 6: Kopftuch


Das Nähstudio, in dem ich meine Kopftücher nähen ließ, ist in der Baden-Badener Rheinstraße.
Für mich kam eine Perücke nicht infrage. Im Sommer trug ich die Tücher, im Herbst/Winter oft Mützen.

Im Buch erzähle ich Genaueres darüber.

Dieses Bild ist gleichzeitig auch sozusagen der "Arbeitstitel" von Mein Krebs heisst Leben gewesen.

Dienstag, 31. Mai 2011

Das Bild zum Buch 5: Jess


Blick ins Buch: "Glück ist die Abwesenheit von Schmerzen" (aus China)

Bei meiner Art der Chemotherapie wusste man, dass die Haare nach genau 14 Tagen ausfallen.
Ich hatte Kopftücher und Marge-Simpson-Schlumpf-Mützen - hey, es war Sommer und es geht doch nichts über ne coole Sommerfrisur.
Als Tipp für alle, die gerade betroffen sind: Die selbstklebenden Fusselrollen sind super als Bürstenersatz - ich habe damit regelmäßig meinen Kopf abgerollt, sodass nur wenige Haare wirklich ausfielen - nichts lag herum.

Es geht vorbei - und was ist schon Haarausfall, wenn man buntes Zeug auf dem Kopf tragen kann?
Die Schmerzen waren viel schlimmer, doch auch diese Tage gab es: Schmerzfrei-nachdenklich, aber wahnsinnig glücklich:O)

Sonntag, 29. Mai 2011

Hilfe - Fragen beantworten

Nachdem sich die Diagnose Krebs "gesetzt" hat und man alles hat sacken lassen, beginnen die Gedanken im Kopf Purzelbäume zu schlagen. Nicht so fröhliche, aber umso verwirrtere.
Erster Ansprechpartner ist dann vermutlich der Überbringer der Nachricht. Im schlechtesten Fall per Telefon, im besten Falle persönlich in Praxis oder Klinik.
Meine Klinik-Ärztin konnte mir nichts über die Heilungschancen sagen und zuckte nur mit den Schultern, als ich nachfragte. Persönlich ist also auch nicht immer besser. Ich hatte danach aber wirklich Glück: Ich konnte sofort meine Hausärztin erreichen, ohne die ich vermutlich niemals meine innere Ruhe erlangt hätte, denn sie konnte mir in kürzester Zeit Mut machen und mich beruhigen. Und schon einen Tag später hatte sie sich "den Rest" angelesen, den ich auch noch wissen musste.
Dann lernte ich meinen Onkologen kennen, den Doc, der in der Behandlungszeit für mich zuständig war - mehr als ein Engel. Er nahm sich immer Zeit, ich hatte tausende Fragen auf Zetteln stehen und er ging sie alle mit mir durch, so gut wie jederzeit. Auch das hat mich sicherer gemacht.
Die Broschüren der Deutschen Krebshilfe waren mir ebenfalls ein guter Ratgeber, man kann sie kostenlos downloaden oder per Post bestellen.
Wenn niemand da ist oder der "Draht" zu den behandelnden Ärzten nicht soooo gut ist, bietet sich der KID, Krebsinformationsdienst, an: Zu meiner Zeit konnte man seine Nummer auf einen Anrufbeantworter sprechen und wurde zurückgerufen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat seinen Sitz in Heidelberg und die Telefonnummer lautet 0800-4203040 - die Menschen dort sind für Euch da. Ansonsten findet sich bestimmt ein Arzt oder Psychologe im weiteren Bekanntenkreis. Ruhig mit anderen Menschen sprechen, wenn ihr Euch alleingelassen fühlt - irgendwer kennt sicher jemanden, der medizinisch helfen kann - und auch einfach mal "nur" zuhört.
Suchmaschinen im Internet würde ich nicht bemühen - die Ergebnisse machen einen nur verrückt.
Helfen können auch Menschen, die bereits Krebs hatten - mir haben damals unglaublich Viele gesagt "ach, ich hatte das auch schon und man kann es schaffen". Sowas ermutigt und man lernt, nach vorne zu sehen.
Natürlich dürft Ihr auch mir nach wie vor mailen, aber "echte" Menschen im näheren Umfeld tun auch ganz gut:o)
Kopf hoch! Ihr könnt es auch schaffen. Warum sollte das nicht so sein? :o)