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Donnerstag, 1. November 2018

21. Oktober

Immer, wenn sich im Oktober der Tag jährt, an dem ich erfahren habe, dass der Krebs durch die Chemotherapie weg ist und ich nur noch prophylaktisch bestrahlt werden muss, feiere ich eine Art Zweitgeburtstag. Ein Tag für mich. Dieses Jahr, zehn Jahre nach meinem Krebs, nehme ich gerne im Brustkrebs-Monat an der Aktion #gibachtaufdich der Kooperationsgemeinschaft Mammographie teil. Einerseits um Dir zu sagen, geh hin, lass dich durchchecken. Ich selbst gehe jährlich, weil ich in dem Bereich bestrahlt wurde und weil es familiäre Vorbelastungen gibt. Andererseits ist diese Aktion wichtig für mich persönlich, weil ich nach all dem Behandlungsmist, einer Zeit, die komplett durchgetaktet war, immer dachte, ich sei unkaputtbar. Ich hatte ja überlebt. Allzuschnell kam der Alltag: Müdigkeit ignorierte ich und die Beschwerden durch verfrühte Wechseljahre ebenso. In den letzten drei Jahren nur 6 Urlaubstage, ich mag ja meinen Job. Verpflichtungen wahrnehmen, bis ich kaum noch laufen konnte, es wird ja Anwesenheit von mir erwartet.. Gib Acht Auf Dich! sage ich mir nun öfter und erinnere mich Dank der Aufkleber und Geschenke der Mammomädels selbst daran, dass mein Leben und meine Gesundheit mit gehören. Nur mir. Und darum geh BITTE auch zur Vor-&Nachsorge









Mittwoch, 10. April 2013

Seelenmusik

Musik macht etwas mit uns. Sie hilft uns beim Weinen, ist gleichzeitig tröstlich, lässt uns manchmal lachen oder den Kopf schütteln.
Ich habe, während die Chemo in mich hineintropfte, fast immer Musik gehört. Um die Welt um mich herum auszuschalten, aber auch, weil ich ohne Musik unruhig war und mir viel zuviele Gedanken machte. (Wird das wirklich helfen? Wie ist das, wenn die Haare ausfallen? Wird mir schlecht?)
Anfangs war ich furchtbar wütend, dass mir das passierte, ich hatte doch wirklich schon genug erlebt und mit Hartz IV reichlich Stress. Da hörte ich dann P!NK.
Manchmal war ich total erschöpft und geschwächt, da half mir MOBY, ruhig zu werden und die Schwäche umzuwandeln in Ausruhendürfen. Wer kann schon von sich behaupten, dass er von 6 Stunden in der Onkologischen Ambulanz 3 supi gechillt hat?
Aber auch so ganz normaler Chartkram, der auf dem Flur der Ambulanz ab und zu aus dem Radio dudelte, tat gut.
 Zuhause habe ich dann gerne die Stille genossen oder einfach eine Meeresrauschen-CD eingelegt. Momentan liebe ich Synje Norland und Mrs Greenbird, aber so richtig gute Laune machen mir The Lumineers. Außerdem kann man herrlich mit den Zehen wippen zu Nina Fiva Sonnenbergs (Mein Herz tanzt) Farben. Was auch immer Eure Musik ist - genießt sie, lasst sie in Eure Seele - sie hilft beim Heilen.