Immer, wenn sich im Oktober der Tag jährt, an dem ich erfahren habe,
dass der Krebs durch die Chemotherapie weg ist und ich nur noch
prophylaktisch bestrahlt werden muss, feiere ich eine Art
Zweitgeburtstag. Ein Tag für mich. Dieses Jahr, zehn Jahre nach meinem
Krebs, nehme ich gerne im Brustkrebs-Monat an der Aktion #gibachtaufdich der Kooperationsgemeinschaft Mammographie teil. Einerseits um Dir zu sagen, geh hin, lass dich durchchecken. Ich selbst gehe jährlich, weil ich in
dem Bereich bestrahlt wurde und weil es familiäre Vorbelastungen gibt.
Andererseits ist diese Aktion wichtig für mich persönlich, weil ich nach
all dem Behandlungsmist, einer Zeit, die komplett durchgetaktet war,
immer dachte, ich sei unkaputtbar. Ich hatte ja überlebt. Allzuschnell
kam der Alltag: Müdigkeit ignorierte ich und die Beschwerden durch
verfrühte Wechseljahre ebenso. In den letzten drei Jahren nur 6
Urlaubstage, ich mag ja meinen Job. Verpflichtungen wahrnehmen, bis ich
kaum noch laufen konnte, es wird ja Anwesenheit von mir erwartet.. Gib
Acht Auf Dich! sage ich mir nun öfter und erinnere mich Dank der
Aufkleber und Geschenke der Mammomädels selbst daran, dass mein Leben
und meine Gesundheit mit gehören. Nur mir. Und darum geh BITTE auch zur
Vor-&Nachsorge ❤
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Donnerstag, 1. November 2018
Mittwoch, 10. April 2013
Seelenmusik
Musik macht etwas mit uns. Sie hilft uns beim Weinen, ist gleichzeitig tröstlich, lässt uns manchmal lachen oder den Kopf schütteln.
Ich habe, während die Chemo in mich hineintropfte, fast immer Musik gehört. Um die Welt um mich herum auszuschalten, aber auch, weil ich ohne Musik unruhig war und mir viel zuviele Gedanken machte. (Wird das wirklich helfen? Wie ist das, wenn die Haare ausfallen? Wird mir schlecht?)
Anfangs war ich furchtbar wütend, dass mir das passierte, ich hatte doch wirklich schon genug erlebt und mit Hartz IV reichlich Stress. Da hörte ich dann P!NK.
Manchmal war ich total erschöpft und geschwächt, da half mir MOBY, ruhig zu werden und die Schwäche umzuwandeln in Ausruhendürfen. Wer kann schon von sich behaupten, dass er von 6 Stunden in der Onkologischen Ambulanz 3 supi gechillt hat?
Aber auch so ganz normaler Chartkram, der auf dem Flur der Ambulanz ab und zu aus dem Radio dudelte, tat gut.
Zuhause habe ich dann gerne die Stille genossen oder einfach eine Meeresrauschen-CD eingelegt. Momentan liebe ich Synje Norland und Mrs Greenbird, aber so richtig gute Laune machen mir The Lumineers. Außerdem kann man herrlich mit den Zehen wippen zu Nina Fiva Sonnenbergs (Mein Herz tanzt) Farben. Was auch immer Eure Musik ist - genießt sie, lasst sie in Eure Seele - sie hilft beim Heilen.
Ich habe, während die Chemo in mich hineintropfte, fast immer Musik gehört. Um die Welt um mich herum auszuschalten, aber auch, weil ich ohne Musik unruhig war und mir viel zuviele Gedanken machte. (Wird das wirklich helfen? Wie ist das, wenn die Haare ausfallen? Wird mir schlecht?)
Anfangs war ich furchtbar wütend, dass mir das passierte, ich hatte doch wirklich schon genug erlebt und mit Hartz IV reichlich Stress. Da hörte ich dann P!NK.
Manchmal war ich total erschöpft und geschwächt, da half mir MOBY, ruhig zu werden und die Schwäche umzuwandeln in Ausruhendürfen. Wer kann schon von sich behaupten, dass er von 6 Stunden in der Onkologischen Ambulanz 3 supi gechillt hat?
Aber auch so ganz normaler Chartkram, der auf dem Flur der Ambulanz ab und zu aus dem Radio dudelte, tat gut.
Zuhause habe ich dann gerne die Stille genossen oder einfach eine Meeresrauschen-CD eingelegt. Momentan liebe ich Synje Norland und Mrs Greenbird, aber so richtig gute Laune machen mir The Lumineers. Außerdem kann man herrlich mit den Zehen wippen zu Nina Fiva Sonnenbergs (Mein Herz tanzt) Farben. Was auch immer Eure Musik ist - genießt sie, lasst sie in Eure Seele - sie hilft beim Heilen.
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